Hallo Herbst und fröhlichen Freitag den 13ten
So schnell geht's und quasi von heute auf morgen ist der Herbst (teilweise sogar schon der Winter) vor der Tür 😍
Ich wünsche dir einen wundervollen Tag und welcome back in meinem Blog.
Heute hab ich kein spezielles Thema und gleichzeitig mindestens 5 Verschiedene, also schreibe ich einfach mal drauf los 😅
Ich freue mich total über den Wetterumschwung, weil ich die Hitze allgemein nicht wirklich mag und es mir schon langsam aber sicher zu anstrengend war. Ich bin im Sommer geboren, liebe aber Herbst und Winter wesentlich mehr.
Diese Woche hatte ich Urlaub und hab mein wundertolles Zuhause umdekoriert und alles wieder kuschelig gestaltet (der Hauptgrund, warum ich die kalten Jahreszeiten so gerne hab). Ich mag es auch, wenn es früher dunkel wird. Wenn es dunkel ist, wird die Welt da draussen so schön still.
Und in der Dunkelheit kommt auch oft die Wahrheit rauf. Dann, wenn einen niemand mehr sehen kann. Wo man tun und lassen kann was man will, weil man nicht be- und/oder verurteilt wird. Dann, wenn die Außenwelt ruhig ist und man seine eigenen Gedanken wieder hören kann. Manchmal ein Glück, manchmal auch nicht - dann kann man sich nämlich nicht mehr so richtig ablenken 😜
Ich bin ja allgemein ein sehr nachdenklicher Mensch und auch für mich sind die kommenden 2 Jahreszeiten nicht soooo leicht. Klar dazwischen ist Halloween und dann mal Weihnachten (ich liebe beides), aber auch bei mir kann eine Woche Regen die Stimmung komplett dämpfen und auch ich hab jeden Winter depressive Phasen. Es kommt halt (wie bei allem) immer drauf an, was man daraus macht.
Nein ich bin nicht depressiv (wofür ich sehr sehr dankbar bin), bei mir sind es zum Glück nur Phasen und die reichen auch.
Gerade jetzt, wo die Tage kürzer werden, alles manchmal düster und sinnlos erscheint sind die eigenen Herzmenschen von größter Wichtigkeit.
Wer immer diese Worte gerade liest, bitte achte gerade jetzt auf deine Lieben und sei für sie da. Manchen fällt es schwer um Hilfe oder ein offenes Ohr zu bitten, aber eine kleine Nachricht mit "Hey, ich bin für dich da" kann oft schon Wunder wirken.
Und für die andere Seite: Wen rufst du an, wenn es dir schlecht geht? Hast du jemanden, mit dem du rund um die Uhr über alles reden kannst?
Oder lässt du auch diese Nachrichten oder Anrufe sein, um niemanden zu belästigen? Um niemanden zu stören, nerven, was weiß ich was? Redest du dir dann auch ein, dass die Menschen so auch genug zu tun und zu denken haben, ohne dass du deinen Mist noch oben drauf packst? Dass du damit schon alleine zurecht kommst, obwohl du von manchen schon oft gehört und gelesen hast, dass sie immer für dich da sind?
Ich kann beide Seiten haha
Für meine Lieben habe ich IMMER ein offenes Ohr, egal ob am Nachmittag oder um 3 Uhr früh. Aber selbst zugeben, dass ich jemanden brauche? Puh schwierig... Theoretisch weiß ich natürlich, dass eine Handvoll Menschlein in meinem Leben immer für mich da sind und manchmal schaffe ich es auch, zuzugeben dass ich jemanden zum zuhören brauche.
Aber wenn ich zurückdenke, hab ich in den 36 Jahren meines bisherigen Lebens höchstens 3x zu jemandem gesagt, dass ich ihn BRAUCHE.
Aber warum fällt das so schwer? Wenn das zu mir jemand sagt, bin ich ohne nachzudenken sofort da, also warum soll das umgekehrt nicht auch erlaubt sein?
Auf Instagram hab ich erst ein Reel gesehen, wo jemand (ich weiß nicht mehr wer) mit einer Freundin ausgemacht hat, dass man das um-Hilfe-fragen ja vereinfachen kann (ihr fiel es nämlich auch sehr schwer). Sie haben sich darauf geeinigt, dass sie im Falle des Falles eine Nachricht mit den Worten "Hast du 8 Minuten Zeit?" schreibt. Diese Nachricht heißt übersetzt: Ich brauche dich. Ich habe ein Problem. Ich muss mit jemandem reden. Ich brauche einen Rat usw. usw.
Ich hab dieses Video leider nicht mehr ganz genau im Kopf, aber ich finde die Idee dahinter total schön 🙏
Also nochmal in Kurzfassung: vor allem jetzt im Herbst und dann im Winter vl mal öfter nachfragen, wie es den Lieben WIRKLICH geht und versichern, dass man jederzeit gerne für sie da ist 💛
Was mir diese Woche auch wieder aufgefallen ist, ist die Reizüberflutung, die wir überall haben. Wir haben überall die Auswahl zwischen massenhaft verschiedenen Dingen.
Zum Beispiel beim Einkaufen: ich hätte gern wieder mal ein Joghurt, dann stehe ich vor der Kühltheke und kann mir eines zwischen gefühlt 100 verschiedenen aussuchen. Mich persönlich überfordert das und im Endeffekt kaufe ich dann meistens gar keines haha.
Für mich wäre es wesentlich angenehmer, wenn ich einfach zwischen 5 wählen kann.
Und bei größeren Dingen als dem wöchentlichen Einkauf: es stehen uns ja bekanntlich alle Türen offen. Aber was ist, wenn das schlicht und ergreifend zu viele sind? Und bevor wir uns für eine Tür wirklich entscheiden, bleiben wir lieber ewig am Gang stehen?
Es ist wundervoll, tausende Möglichkeiten zu haben. Wie man leben will, wo man leben will, mit was man sein Geld verdienen will. Andererseits hab ich manchmal das Gefühl es erschlägt mich und ich verfalle dann in eine Art Schockstarre.
Klar muss man rausfinden, was man für sich selber möchte und was einem gut tut. Aber muss man dafür erstmal alles ausprobieren? Das wird sich in einem Leben nicht ausgehen.
Ich müsste mich klonen um alle Lebensweisen mal zu testen, die mir momentan gefallen würden.
Klar wäre es toll, jeden Tag am Strand aufzuwachen und mit Meeresrauschen einzuschlafen. Macht mich das auf Dauer aber glücklicher als mein jetziges Leben? Oder ist es einfach nur in meiner Vorstellung perfekt? Oder doch lieber eine süße Hütte irgendwo in Island? Aber würde ich auf Dauer mit dem Wetter dort klarkommen? Mit den WIRKLICH dunklen Jahreszeiten?
Hmm oder doch ein kuscheliges Cottage in Irland, Schottland oder England? Wo ich meinen Traum als Autorin leben kann? Mit meinen beiden Katzen und vl ein paar Schafen im Garten?
Aber wie würde es mir gehen, so weit weg von meiner Familie und meinen Freunden? Ganz allein in einem fremden Land?
Bei mir kommen immer diese typischen "Was wäre wenn.."-Gedanken und unterm Strich bleibe ich wo ich bin, mache was ich jeden Tag mache und finde es einfach schön.
Es darf auch mal einfach sein 🙏 Das Leben bringt sowieso ständig Veränderungen und wenn mir eine Sache dauerhaft im Kopf herumschwirrt, sollte ich mir mal die Zeit nehmen und sie mir anschauen. Eventuell wäre es eine sinnvolle Möglichkeit, vielleicht aber auch "nur" ein wunderschöner Tagtraum.
Auch in Zeiten von Social Media sieht man natürlich extrem viele Varianten des täglichen Lebens. Man kann es sehen wie es ist, ein Eindruck eines anderen Lebens oder man strebt nach genau so einem Alltag (mal davon abgesehen, dass im Internet halt meistens nur die Sonnenseiten gezeigt werden).
Wenn ich merke, dass mir sämtliche Eindrücke zu viel werden, lasse ich den ganzen Krempel wieder mal für ein paar Tage und jedes Mal fallen mir dann in MEINEM Leben die Kleinigkeiten auf, die mein Leben jeden Tag schöner machen, auf die ich aber irgendwann nicht mehr geachtet habe.
Es macht halt öfter mehr Sinn, das Handy mal wegzulegen und sich mal umzuschauen um wieder bei sich anzukommen (klingt jetzt spiritueller, als es momentan gemeint ist).
Ich ertappe mich selbst auch immer wieder, wie ich stundenlang durch Videos scrolle und gar nicht mehr mitkriege, was eigentlich um mich herum passiert.
Man verliert sich aber auch so schnell darin. Ja ich weiß, dass das natürlich ein Grundgedanke bei dem Ganzen ist. Klar, Social Media ist toll für weltweite Kontakte, für berufliche Möglichkeiten und vieles mehr, aber im Endeffekt ist es halt auch ein Notausstieg aus dem echten Leben. Ich finde es überwiegend positiv und es tut auch mal richtig gut, ein Katzenvideo nach dem anderen zu schauen haha.
Andererseits säht es aber auch viele Selbstzweifel (soweit ich das beurteilen kann), weil man sich automatisch zu vergleichen anfängt.
Bei mir geht das dann manchmal so tief, dass in meinem Kopf Fragen wie "wer bin ICH eigentlich?" auftauchen.
Wer bin ich? Als oder durch was definiere ich mich? Ich meine jetzt nicht "was ist mein Pronomen", sondern wer bin wirklich ICH? Mein Name? Die Tochter von...? Die Partnerin von...? Definiere ich mich durch meinen Job? Meine Hobbys? Oder meinen Körper?
Ja ich weiß, das geht jetzt echt tief, aber ich teile ja bekanntlich gerne meine Gedanken 😜
Und bevor ich da jetzt zu weit abdrifte: ich habe für heute beschlossen, dass ich einfach ICH bin. Mit all meinen Facetten, Talenten, Fehlern, meinem Wissen, meinem Nicht-Wissen, meinen hellen und dunklen Seiten, all meinen Fähigkeiten und allem was dazugehört.
Ich bin ich, inklusive meinem Körper. Von Kopf bis Fuß, von innen nach außen und vielleicht denke ich bald wieder drüber nach, für heute aber lass ich es gut sein wie es ist 💚
Und jetzt widme ich mich wieder meiner Lieblings-Herbst-Serie - Überraschung: es sind die Gilmore Girls.
Dir wünsche ich, dass der Tag/Abend noch genauso läuft, wie du möchtest 🙏
Alles Liebe und bis bald,
deine FuxiBienchen
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