Was ist normal?
Long time no see ;)
Ich hab quasi eine Sommerpause eingelegt und mal mehr gelesen als geschrieben, aber hier bin ich wieder.
Vorab mal eine kleine Zusammenfassung, was sich bei mir seit dem letzten Beitrag im Mai so alles getan hat (Stillstand gibt's ja bekanntlich nicht):
Ärztetechnisch hab ich endlich einen Hormonstatus machen lassen und (Überraschung) mein Hormonhaushalt war komplettes Chaos. Das hab ich mittlerweile wieder gut im Griff, die entdeckte Schilddrüsen-Unterfunktion passt auch wieder, solange ich brav meine Tabletten nehme. An jede Frau, die das hier liest: Wenn du dich unwohl fühlst oder Symptome hast, die dir kein Hausarzt erklären kann, lass mal deine Hormone checken 😉 Mein Hormonstatus wurde von meiner Frauenärztin erstellt und mit einer privaten Endokrinologin (Schilddrüsen-Ärztin) besprochen. Mittlerweile zahle ich gern selbst Privatärzte, weil ich einfach keinen Nerv mehr habe, ewig auf einen Termin zu warten. Es hat sich durch einen anderen Test auch herausgestellt, dass ich eine sehr ausgeprägte Hausstaubmilben-Allergie habe und deshalb auch meine Nebenhöhlen ständig zu sind. Zum Glück gibt's da diverse Lösungen und ich hab's gut im Griff 😊
Am 10. Mai hat sich einer meiner Kindheitsträume erfüllt: Ich hab Polarlichter gesehen 💜 Ich war 3x zur besten Zeit in Island, aber erfüllt hat sich dieser Wunsch mitten in meinem eigenen Garten haha. Es gab danach alle möglichen Theorien, dass das keine normalen Polarlichter waren etc. pp. ABER: mir egal was das genau war, für mich waren es Polarlichter und ich strahle heute noch, wenn ich nur dran denke 🙏
Mitte/Ende Mai war ich dann wieder 4 Tage mit meiner Family im schönen Italien. Der erste Abend war für mich Horror. Volle Kanne Schwindel, Unsicherheiten beim Gehen, Benommenheit.. Das volle Programm. Ich war unpackbar enttäuscht und frustriert, hab aber beschlossen mich davon nicht mehr komplett einschränken zu lassen. Kurz und knapp: zu 90% konnte ich den Urlaub so richtig genießen und an den restlichen 10% arbeite ich weiterhin.
Ich war x-Male einkaufen (manchmal frei von Panik, manchmal nicht), war des Öfteren Essen (manchmal frei von Panik, manchmal nicht) und war für meine Verhältnisse relativ oft unter Menschen. Alles in allem wird es langsam, wobei mich das LANGSAM verständlicherweise schon ankotzt 😉 Aber ich konnte sogar ein Firmenessen genießen und solche Situationen zeigen mir wieder, dass ich alles richtig mache.
Ich hatte in der Zwischenzeit Geburtstag und dieses Jahr war das Geschenk an mich selbst eine Behandlung eines Humanenergetikers. Vielleicht schreibe ich mal etwas ausführlicher darüber, derzeit verrate ich nur, dass ich seitdem viel mehr Bewegung habe (früher kam ich dank dem Schwindel auf 500-600 Schritte am Tag, jetzt gibt es keinen Tag mehr unter 2.000 - ist also ein riiiesen Fortschritt, den ich noch ausbauen möchte) und mein Puls geht auch nicht mehr über 115 hinaus (da war ich in manchen Situationen auf 160)
So, das war's erstmal von meinem Alltag.
Jetzt zu meiner gewählten Überschrift dieses Blogbeitrages: Was ist normal?
Gerade weil ich die letzten Jahre bei so vielen Ärzten, Therapeuten und Heilern war ist mir aufgefallen, wie viele Menschlein da draussen Probleme haben. Damit meine ich nicht Krankheiten, sondern psychische Probleme.
Allein der Humanenergetiker bei dem ich im Juli war ist restlos ausgebucht. Wenn er wollte, könnte er 24/7 durcharbeiten und hätte immer noch einen vollen Kalender.
Bei Psychotherapeuten ist es seit Jahren genau das Selbe.
In letzter Zeit frage ich mich oft, warum das wohl so ist...
Ist es die immer schneller werdende Welt da draussen? Aber wenn ja, WER ist diese Welt? WER verlangt immer mehr von uns? Oder sind wir im Prinzip selbst dran "Schuld"?
Ich kann nur von mir sprechen, aber den größten Druck mache ich mir selbst und ich glaube, das ist bei den meisten da draussen nicht anders.
Was würde passieren, wenn wir mal bewusst den ganzen Druck und Stress rausnehmen? Bestes Beispiel war der erste Lockdown vor ein paar Jahren. Zum Thema Covid äußere ich mich nicht, aber in Lockdown-Zeiten war es plötzlich ruhiger, stressfreier, die Menschen und auch die Natur konnten durchatmen.
Ich bin sehr sehr dankbar, dass weder meine Lieben noch ich krank geworden sind und ich persönlich habe diese Zeit doch irgendwo sehr genossen. Man hat gesehen, dass es auch anders geht, aber anscheinend nichts draus gelernt.
Das Rad dreht sich genauso schnell weiter wie davor und das finde ich sehr schade.
Klar gab es extrem viele negative Dinge die ich jetzt gar nicht alle aufzählen möchte, aber was war mit den positiven Dingen? Sind die schon wieder total in Vergessenheit geraten?
Einige Firmen haben dauerhaft auf Homeoffice umgestellt, was ich persönlich toll finde, und vereinzelte Menschen sind seitdem achtsamer und dadurch auch entspannter geworden.
Der Großteil allerdings leider nicht. Jeder hetzt, will mehr, braucht mehr, schneller und schneller. Wir haben alle endlose to-do-Listen, ein Mail-Postfach voller Arbeit und in der Freizeit dann keine Energie mehr für irgendwas.
Ist das der Sinn? Alles abzuarbeiten bis unser Lebensweg irgendwann zu Ende ist? Ich bin hier natürlich kein Moralapostel und zähle mich selbst auch zu den Duracell-Hasen, die ständig irgendwas tun müssen, weil sie so trainiert worden sind und weil man doch nicht einfach nur herumsitzen kann.. (wer bestimmt das eigentlich??)
Ich selbst hab mich die letzten Jahren aus diversen Gründen sehr zurückgezogen und merke jetzt aber immer mehr, dass das Zwischenmenschliche in Wahrheit das Wichtige ist.
Die Handvoll Menschen, die einem am Herzen liegen und sogenannte Gut-Tu-Menschen sind. Genau DIE sind es doch.
Was erfüllt einen nachhaltig am Meisten? Die Momente und Situationen, aus denen Erinnerungen entstehen. Geschichten sind es, die wirklich wichtig sind.
Welche Geschichte würdest du erzählen, wenn dich jemand nach deinem bisherigen Leben fragt? Erinnerungen mit geliebten Menschen, Erlebnisse, Urlaube, lustige Situationen, schöne Momente oder wie du 2024 eine Woche fast durchgearbeitet hast um ein Projekt abzuschließen?
Was passiert denn, wenn du dich jetzt einfach hinsitzt und schaust. Egal, ob du Wolken beobachtest, den Nachbarkindern (oder deinen eigenen) beim spielen zuschaust oder einfach Luftschlösser baust? Du wirst entspannen, auch wenn es nur 5 Minuten sind, die du so dasitzt. Dein Nervensystem wird dir danken 😉
Ich wünsche mir, dass auch du mal darüber nachdenkst, was WIRKLICH wichtig ist und dass du - nachdem du das hier gelesen hast - jetzt aufstehst, deinen Lieblingsmenschen umarmst oder anrufst, ihm sagst wie schön es ist ihn in deinem Leben zu haben und den Moment einfach genießt.
Arbeiten kannst du danach auch noch 😜
Ein schöner Spruch zum Abschluss dieses Beitrags:
Seid lieb zueinander und auch zu euch selbst 💚
Mit diesen Worten verabschiede ich mich erstmal wieder in die Sonne und wünsche dir einen entspannten und schönen Tag/Abend.
Bis bald,
deine FuxiBienchen
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