Die extrovertierte Introvertierte

Wow, wie schnell schon wieder ein Monat vergangen ist.

Schönen Tag wünsche ich dir 😊


Ich hoffe bei dir kommt der Frühling auch schon langsam raus und du hast schon die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen können.


Für mich ist es derzeit wieder etwas schwierig mit mir selbst. Ich stelle wieder mal alles in Frage und überlege, wo mein Weg hingehen soll.

Im Gegensatz zu früher mache ich mir wegen diesen Gedanken aber keine Sorgen mehr, da solche Phasen völlig normal und menschlich sind.

Jeder hinterfragt mal sein Tun, ob im Kleinen oder im Großen spielt dabei keine Rolle und manchmal sieht man dadurch, dass man vl einen Umweg gemacht hat und kann durch das Hinterfragen wieder zu seinem gewünschten Weg zurückkehren.


Bei mir geht's zur Zeit um meine Talente. Um das "Ding" wofür ich brenne, diese eine Tätigkeit, dieses eine Hobby oder dieser eine Job, der einen strahlen und aufblühen lässt.

Tja, ganz ehrlich? Ich brenne momentan für absolut gar nichts. Auch das ist eine Erkenntnis, wenn auch keine sonderlich Schöne 😅


Klar, ich hab einen tollen Job der mir Spaß macht, hab ein paar Hobbies die ich gerne mache und zum Großteil liebe ich mein Leben, bin dankbar und weiß es zu schätzen.

Aber was ist es, wo mir so richtig das Herz aufgeht?

Was kann ich gut UND es macht mir total Spaß?

Eines dieser Dinge ist natürlich das Schreiben, wobei ich derzeit überlege, ob dieser Blog wirklich einen Sinn hat..

Meine Intention dahinter war, anderen mit meinen Worten zumindest ein bisschen helfen zu können. Anderen Mut zu machen, andere zu motivieren und ihnen zu zeigen, dass sie mit vielen Dingen nicht alleine sind.

Ich hab superliebe Feedbacks erhalten (danke für jedes Einzelne), bin aber gerade auf der sogenannten Sinnsuche und hab momentan nicht das Gefühl, dass diese Worte hier jemanden WIRKLICH interessieren.


Soll jetzt nicht selbstmitleidig oder negativ rüberkommen, ich schreibe hier einfach meine Gedanken nieder und vl ist es Zeit für etwas anderes.

Seit meiner Kindheit wollte ich immer Autorin werden. Mit meinem Buch (oder Büchern hihi) andere Leute in fremde Welten und aus ihrem Alltag entführen. Oder vl mal einen Ratgeber, mit der selben Intention wie dieser Blog.

Ich hab tausend Geschichten im Kopf, die ich gern verschriftlichen möchte, aber ist das heutzutage wirklich noch ein Ding?

Ja ICH lese gerne, aber in der heutigen Zeit sind social media & Co. doch für die meisten wichtiger als zum Beispiel ein Fantasy-Buch oder?


Und Ratgeber gibt es wie Sand am Meer, ich glaube da brauche ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben haha.


"Planlos geht mein Plan los" ist seit Jahresanfang irgendwie mein Motto und ich glaube, das ist okay so. Wer weiß, was in naher Zukunft auf mich zukommt.

Ich spüre, dass ich vor einer größeren Veränderung stehe, kann sie aber noch nicht sehen - und das hat jetzt nichts mit spirituellem Blabla zu tun, jeder spürt wenn sich was tut 😉


Ich weiß zumindest schonmal, dass ich ab April ein paar Stündchen weniger arbeite und mehr Zeit für andere Dinge hab. Vielleicht kommt da was, das mich wieder voll aufblühen lässt (oder ich probiere einfach mal ein paar neue Dinge aus).


Zwischenmenschlich hat sich bei mir seit Jahresanfang ganz ganz viel und gleichzeitig nichts getan 😄

Zur Erklärung: ich bin immer noch bis über beide Ohren verliebt und unpackbar glücklich in meiner Beziehung. Auf der anderen Seite ist die Sozialphobie immer noch voll da...

Und nein, das widerspricht sich nicht 😉

99% der Zeit mit meinem Partner ist wunderschön und ich taue laaaangsam wieder auf. Vor allem in Punkten wie Offenheit, Verletzlichkeit, Hilfe annehmen etc.

Meine Benommenheit ist aber nach wie vor da. Schwächer, aber sie ist da und sobald ich unter Menschen gehe, ist sie wieder VOLL da. Ich arbeite immer noch jeden Tag daran, um DAS Tool für mich zu finden.

Meditieren, Yoga, Ernährungsumstellung, Rücksprache mit Ärzten, Blutuntersuchungen, Nahrungsergänzungen, Mindset-Arbeit, energetische Sessions usw. usw.


In meinem Kopf hab ich das alles bereits hinter mir. Ich VERSTEHE warum mein Körper so reagiert und bin sogar dankbar dafür (mein braver Körper will mich einfach nur schützen). Aber bis dieses Wissen auch wirklich in jeder Zelle ankommt dauerts einfach.


Meine Art und der Umgang mit meinen Mitmenschen hat sich natürlich in den letzten Jahren auch ziemlich verändert. Ich kann nicht sagen, ob positiv oder negativ. Es ist einfach ein bisschen anders und das ist okay.

Ich bin wieder ehrlicher zu mir selbst, lasse mich nicht mehr "überfahren", mache nichts mehr was ich nicht WIRKLICH machen will und schaue gut auf mich.

Ich versuche auch wieder mehr unter Menschen zu sein, an manchen Tagen läuft es super und an manchen einfach NOCH nicht.


Da spielt die Sozialphobie natürlich immer noch eine große Rolle. Egal wer um mich rum ist (außer mein Partner), nach ca. einer Stunde werde ich unruhig, bekomme eiskalte Hände & Füße, hab das Gefühl "falsch" zu atmen, mein Fluchtinstinkt fährt sich hoch und ich will eig. nur noch weg. Das hat nicht mal was damit zu tun, WER um mich ist. Total unlogisch eig. 😅


Dazu kommt dann noch mein Quatschi im Kopf, der sich immer lauter aufdreht. Da kommen dann Gedanken wie "diese Aussage von dir war jetzt aber richtig dumm. Die anderen halten dich jetzt bestimmt für komisch, doof, zu unsicher, zu laut, zu leise, eigenartig". In diese Richtung quatscht er ewig weiter.

Er war schon mal lauter und ich gehe mittlerweile ganz gut mit ihm um (ich weiß ja, dass er nicht Recht hat), aber in manchen Situationen hört man halt doch hin und glaubt ihm.


Ich bezeichne mich selbst immer als extrovertierte Introvertierte.

Nach außen nehmen mich sehr wenig Menschen als schüchtern oder gar introvertiert wahr, was ich aber eig. bin.

Ich gebe mich bewusst extrovertiert, weil das irgendwo mein Schutzschild gegen meine Unsicherheiten ist. Ich hab kein Problem damit, offen auf fremde Menschen zuzugehen, aber je mehr ich von mir preisgebe, desto unsicher werde ich dann.

Gleichzeitig kann ich Dinge wie Smalltalk absolut nicht leiden, das ist für mich in den häufigsten Fällen Zeitverschwendung. Wenn ich frage, wie es jemandem geht, dann weil ich es WIRKLICH wissen will und nicht, weil man das halt höflichkeitshalber fragt.


Vor allem bei oberflächlichen Gesprächen kommen meine Unsicherheiten, weil ich das einfach nicht bin. Klar kann man nicht jedem total offen gegenübertreten, weil es manche Menschen einfach freuen wird, wenn es einem zum Beispiel gerade nicht gut geht.

Ich bin halt ein Mensch, der an das Gute in seinem Gegenüber glaubt und auch nicht einsieht, warum er um sein Leben ein großes Geheimnis machen sollte.

Vielleicht naiv und gutgläubig, aber ich hab nicht vor das abzulegen 😜

Natürlich bin ich schon das ein oder andere Mal so richtig eingefahren (in Wahrheit sehr oft), aber wenn ich nicht offen und ehrlich mit jemandem kommunizieren kann, hat dieser Mensch in meinem Leben schlicht und ergreifend nichts verloren.


Heißt jetzt nicht, dass ich ausschließlich tiefgründige Gespräche führe haha.

Ich führe genauso Smalltalk und noch lieber blödel ich herum, auch mein Sarkasmus ist recht gut ausgeprägt und trainiert 😎

Es gibt halt Menschen die sind für oberflächliche Gespräche perfekt gerüstet, ich bin es Großteils nicht und will es auch gar nicht sein.

Das ist auch vollkommen okay so. Wie langweilig wäre die Welt, wenn alle nur total tiefgründig oder total oberflächlich wären? Die Mischung machts.


Bezüglich Unsicherheiten möchte ich heute noch einen Gedanken loswerden.

Ich (und bestimmt auch der Großteil der Menschen da draussen) hadere ganz oft mit mir selbst. Da kommen so Gedanken wie "Ich bin total glücklich in meiner Beziehung, ABER bin ich denn genug für mein Gegenüber? Und warum will er ausgerechnet mit MIR zusammen sein oder Zeit verbringen?"

Ich glaube solche Gedanken und die damit zusammenhängenden Emotionen kennen wir alle. Ja sie sind meistens nicht notwendig, aber sie sind halt nun mal da.


Manchmal hab ich Tage, da hinterfrage ich mich selbst so schlimm, dass ich am Ende das Gefühl hab, nie wirklich was geleistet oder erreicht zu haben.

Für solche Tage hab ich eine Liste am Handy mit allen Dingen und Situationen, die ich schon gemeistert habe und auf die ich stolz sein kann.

Von der bestandenen Lehrabschlussprüfung (die schon Jaaaaahre her ist) bis zum ersten Urlaub nach meinem Burnout.

Ich hab mir in meinem Burnout-Krankenstand die Zeit genommen und diese Liste angelegt. Hab ganz bewusst überlegt, was ich denn schon alles geschafft hab und alles Große, aber auch Kleine aufgeschrieben und da sind viele Punkte dabei, auf die ich heute noch sehr sehr stolz bin. Diese Liste wächst immer weiter und wenn ich zurückschaue, hab ich halt doch einiges erreicht 🙏


Wenn es dir auch manchmal so geht, und du einen Mäh-Tag (heut ist einfach alles MÄH) hast, kann dir so eine Liste vl auch so helfen wie mir.


Und mit diesem kleinen Tipp wünsche ich dir jetzt einen wundertollen Tag/Abend.

Und ich würde mich über eine kurze Rückmeldung freuen, die mir vl bei meiner Entscheidung hilft, den Blog weiterzuführen oder eben nicht 😉


Alles Liebe,

FuxiBienchen

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