Was könnten da die Leute denken...
Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag 😊
Ich hab mich die letzten Tage (bzw eig. eher Wochen) mit der Frage beschäftigt, was mich selbst WIRKLICH stresst und hab festgestellt, dass da noch einige Konditionierungen und Glaubenssätze in mir arbeiten, die ich aber heute nicht mehr brauche.
Das heißt, im Grunde (und in Wahrheit) stresse ich mich jeden Tag selbst und das für absolut gar nichts.. Ja, manchmal ist es hart zu sich selbst komplett ehrlich zu sein 😉
Ich habe mich die letzten Jahre sehr auf die Außenwelt fokussiert und dadurch ziemlich unnötige Gedankengänge entwickelt.
Gedanken wie:
Was könnten Andere von mir denken, wenn ich jetzt XY mache?
Was wird vom Außen von mir erwartet?
Was MUSS ich tun, weil es sich nun mal so gehört?
Was MUSS ich tun, weil es alle tun?
Was könnten andere Menschen über mich reden?
Wäre ich für eine andere Person weniger wert, wenn ich XY mache bzw. nicht mache?
Usw. usw.
Was mir dann hilft sind Reflektionsfragen wie:
Ist das für MICH wirklich wichtig?
Will ICH das wirklich machen oder fühle ich mich dazu gezwungen?
Geht es MIR besser, wenn ich das jetzt mache oder geht es mir besser, wenn ich es nicht mache?
Mache ich das für mich oder aus meinem Pflichtgefühl heraus?
Oft stecken Vergleiche dahinter. Wir vergleichen uns sehr gerne mit anderen Menschen - was eigentlich totaler Schwachsinn ist, weil keine zwei Menschen auf dieser Welt gleich sind.
Es macht es auch schwieriger, dass wir uns ja nie nach unten, sondern nach oben hin vergleichen. Wir tun das ausschließlich mit Menschen, die etwas besser können/machen/im Griff haben als wir. Ist dir das schon mal aufgefallen?
Dazu kommt auch noch, dass wir uns meistens mit einer Handvoll Menschen gleichzeitig vergleichen und nicht mit einer einzelnen Person. Und du KANNST gar nicht so viel auf die Reihe kriegen, wie zB 3 oder 4 Menschen gemeinsam. Das geht sich nicht aus 😋
Die eine Person bekommt im Haushalt alles perfekt hin. Die andere ist sportlich, nimmt sich Zeit für sich und hat die Work-Life-Balance total im Griff. Die andere ist tiefenentspannt, zuckt selten aus und versucht aus allem das Beste zu ziehen. Und die nächste hat den absolut schönsten Garten im ganzen Dorf... Ich glaube du weißt worauf ich hinaus will 😉
Überall liest man, dass man sich nicht vergleichen sollte und dass man ja so ist, wie man sein sollte und und und. Im Alltag ist das aber manchmal etwas schwierig und ich glaube dieses "vergleichen" oder "abschauen" ist irgendwo in unserer DNA verankert.
Sonst hätten wir ja auch niemals etwas voneinander lernen können .
Ich versuche gerade zu verinnerlichen, dass es okay ist, wenn ICH nicht alles kann. Jeder Mensch ist jeden Tag anders und auch unser Energiehaushalt ist jeden Tag anders. Wäre ja auch langweilig, wenn wir jeden Tag den selben Ablauf hätten.
An manchen Tagen schaffe ich alles, was ich mir vorgenommen habe bzw. was auf meiner To-do-Liste steht, an den anderen Tagen geht vl ein bisschen was von dieser Liste oder absolut gar nichts. Wie würde ich das bei einem anderen Menschen bewerten? Würde ich z.B. meiner besten Freundin sagen, dass sie ein besserer Mensch ist und ich sie mehr lieb hab, wenn sie mehr leistet? NIEMALS!! Aber uns selbst sagen wir das oft, sogar sehr oft.
Auch ich darf lernen wieder sanfter zu mir selbst zu sein. Es geht die Welt nicht unter, wenn ich heute mal nicht Staubsauge oder in der Arbeit 100% gebe. Es passiert nichts, "außer" dass ich mich in meinem Kopf selbst dafür verurteile.
Ist es mir wichtig, ob frisch gesaugt oder gewischt ist? NÖ, in Wahrheit nicht. Es ist ja nicht so, dass ich im Dreck hause oder deswegen am Boden kleben bleibe 😄
So geht's mir auch z.B. im Winter mit dem Schneeschaufeln oder im Sommer mit der Gartenarbeit. Ob ich meinen Abstellplatz freigeschaufelt hab oder ob mein Rasen frisch gemäht ist, geht genau nur MICH etwas an. Klar sollte ich mich drum kümmern, aber wann und wie genau, das bestimme nur ich selbst.
Ob sich andere Menschen darüber Gedanken machen, geht mich nichts an und für andere zu denken hat auch noch nie etwas gebracht.
Und wenn mich jemand dafür verurteilen möchte, obliegt es auch mir selbst, ob ich darauf höre oder nicht. Ich bin niemandem etwas schuldig, und niemand ist mir etwas schuldig.
Zu oft hab ich mir in letzter Zeit Gedanken darüber gemacht und Kritik von Menschen angenommen, die ich niemals um Rat fragen würde weil mich deren Meinung schlicht und ergreifend nicht interessiert. Und wenn ich schon auf jemanden hören will, außer auf mich selbst, dann doch bitte auf Menschen die ich auch im Herzen trage.
Der Rest ist nämlich ziiiiiiemlich egal 😜
Du kannst es nie allen Recht machen und für das sind wir auch gar nicht da. Ich glaube, wir sollen es UNS erst mal recht machen und dann können wir entscheiden, ob wir dem Gegenüber helfen wollen oder eben nicht..
Es wird immer Menschen geben, die dich nicht leiden können egal was du tust und egal wie du bist, und das ist völlig okay. Es gibt bestimmt auch genug Menschen, die du nicht leiden kannst.
In diesem Satz "Was könnten die Anderen über mich denken" steckt für mich noch eine sehr ungesunde Einstellung. Wir nehmen uns selbst zu wichtig.
Ja das hört/denkt/liest man nicht gerne, aber die meisten Menschen machen sich keine Gedanken um dich oder mich.
Auch ich denke nicht über Leute nach, die mir z.B. beim Einkaufen über den Weg laufen (außer es passiert irgendwas besonderes haha).
In diesem Sinne wünsche ich dir jetzt einen schönen Tag/Abend, lass dich von niemandem unterkriegen, höre auf DEIN Bauchgefühl, nimm nur Kritik von Menschen an die du auch um Rat fragen würdest, sei sanft zu dir selbst und lass dir keinen Mist einreden - schon gar nicht von dir selber ;)
Ich hab heute dazu einen supertollen Satz gelesen, den ich noch gerne mit dir teilen möchte:
Gib deinen Gedanken mal einen Coffee-to-go 😉
Alles Liebe, eine wunderschöne Vorweihnachtszeit (oder einfach eine schöne Zeit für jeden Grinch der das hier liest),
eure
FuxiBienchen
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