Psychotherapie
Zugegeben, ich war früher (wie leider immer noch viele Menschen) der Meinung, Psychotherapie sei einfach für Leute, die nicht ganz dicht sind und ich brauche sowas nicht. Aber bei nem gebrochenen Körperteil geht man ja auch zum Arzt. Warum dann nicht bei einem gebrochenen Herzen oder einer schmerzenden Seele?
Ich hatte das große Glück, sehr zeitnah einen Kennenlerntermin zu bekommen und war gespannt, was da auf mich zukommt. Die Therapeutin war ab dem ersten Moment absolut liebenswert, einfühlsam und ich fühlte mich sehr wohl bei ihr (was rückblickend in der Zeit ein sehr seltenes Gefühl war).Ich berichtete ihr im Schnelldurchlauf meine letzten Jahre und den IST-Stand, wobei ich mir bei manchen Berichten ziemlich blöd und kindisch vorkam.Wie ich heute weiß, war das absolut unbegründet.
Ab dem Zeitpunkt war ich wöchentlich bei ihr, anfangs 2-3x in der Woche und ich merkte, wie ich mich immer mehr öffnete.Ich hatte nie ein Problem damit, meine Gefühle preiszugeben und offen zu erzählen was passiert ist und wie es mir geht. Genauer darauf einzugehen war jedoch eine andere Geschichte...
Bei dem dritten oder vierten Termin ertappte ich mich dabei, auch bei ihr auf "heile Welt" zu spielen. Auf die Frage "Wie gehts dir heute?" kam von mir die Standart-Antwort "Ja passt eh alles". Ganz menschliches Verhalten, allerdings sinnlos in einer Therapie.Sie hackte natürlich nach, was ich dann bei ihr wolle, wenn es mir doch eh so gut geht. Daraufhin brach ich in Tränen aus und erzählte von der Zeit nach unserer letzten Therapiestunde.
Ich war ca. ein Jahr wöchentlich bei ihr und werde ewig dankbar für diese Seele von einem Menschen sein. Sie fing mich auf, ließ mich NIEMALS mit einem schlechten Gefühl gehen (selbst wenn die Stunde eigentlich vorbei war), baute mich auf und kitzelte meine Stärken wieder in den Vordergrund.
In meiner letzten Sitzung haben wir beide gemerkt, dass es nichts mehr zu aufarbeiten gab und ich jetzt meinen Weg wieder alleine schaffe. Ich bin ganz ehrlich, der Schwindel war immer noch da, aber ich sah ihn mit anderen, gütigeren Augen. Und was diese Therapie mit meinem Selbstwert gemacht hat kann ich gar nicht in Worte fassen.Ich war wieder ICH 💚
Wer immer von euch noch im Hin-und-Her bezüglich einer Therapie ist: probiert es einfach!Ohne es zu versuchen werdet ihr nicht wissen, was euch so eine Möglichkeit alles bieten kann. Therapeuten sind dazu da, uns zu helfen und es gibt absolut KEIN Thema, das einem peinlich, unangenehm oder "zu blöd" sein muss. Bei einer Therapie wird natürlich kein Wort nach Außen getragen und auch ihr müsst euren Verwanden/Bekannten/Freunden nichts davon sagen, wenn ihr nicht wollt.Ihr macht das für EUCH und seid niemandem eine Erklärung schuldig (wenn ihr nen Zahnarzttermin habt, erklärt ihr ja auch niemandem wieso oder denkt, dass es eure Schwäche ist, einen abgebrochenen Zahn zu haben).
Hilfe anzunehmen ist KEINE Schwäche, es ist die Stärke, für sich selbst etwas zu tun. Wir sind nicht dazu gemacht, alles alleine schaffen zu müssen 😉
Ich wünsche euch einen gemütlichen 1. Adventsonntag und hab noch nen Musiktipp für euch: "Mach dich groß" von Seelemann 🙏
In den nächsten Einträgen werde ich von meinen Erfahrungen mit Spiritualität, Coachings, Selbsthilfebüchern und -Podcasts erzählen.
Eure FuxiBienchen
Ich hatte das große Glück, sehr zeitnah einen Kennenlerntermin zu bekommen und war gespannt, was da auf mich zukommt. Die Therapeutin war ab dem ersten Moment absolut liebenswert, einfühlsam und ich fühlte mich sehr wohl bei ihr (was rückblickend in der Zeit ein sehr seltenes Gefühl war).Ich berichtete ihr im Schnelldurchlauf meine letzten Jahre und den IST-Stand, wobei ich mir bei manchen Berichten ziemlich blöd und kindisch vorkam.Wie ich heute weiß, war das absolut unbegründet.
Ab dem Zeitpunkt war ich wöchentlich bei ihr, anfangs 2-3x in der Woche und ich merkte, wie ich mich immer mehr öffnete.Ich hatte nie ein Problem damit, meine Gefühle preiszugeben und offen zu erzählen was passiert ist und wie es mir geht. Genauer darauf einzugehen war jedoch eine andere Geschichte...
Bei dem dritten oder vierten Termin ertappte ich mich dabei, auch bei ihr auf "heile Welt" zu spielen. Auf die Frage "Wie gehts dir heute?" kam von mir die Standart-Antwort "Ja passt eh alles". Ganz menschliches Verhalten, allerdings sinnlos in einer Therapie.Sie hackte natürlich nach, was ich dann bei ihr wolle, wenn es mir doch eh so gut geht. Daraufhin brach ich in Tränen aus und erzählte von der Zeit nach unserer letzten Therapiestunde.
Ich war ca. ein Jahr wöchentlich bei ihr und werde ewig dankbar für diese Seele von einem Menschen sein. Sie fing mich auf, ließ mich NIEMALS mit einem schlechten Gefühl gehen (selbst wenn die Stunde eigentlich vorbei war), baute mich auf und kitzelte meine Stärken wieder in den Vordergrund.
In meiner letzten Sitzung haben wir beide gemerkt, dass es nichts mehr zu aufarbeiten gab und ich jetzt meinen Weg wieder alleine schaffe. Ich bin ganz ehrlich, der Schwindel war immer noch da, aber ich sah ihn mit anderen, gütigeren Augen. Und was diese Therapie mit meinem Selbstwert gemacht hat kann ich gar nicht in Worte fassen.Ich war wieder ICH 💚
Wer immer von euch noch im Hin-und-Her bezüglich einer Therapie ist: probiert es einfach!Ohne es zu versuchen werdet ihr nicht wissen, was euch so eine Möglichkeit alles bieten kann. Therapeuten sind dazu da, uns zu helfen und es gibt absolut KEIN Thema, das einem peinlich, unangenehm oder "zu blöd" sein muss. Bei einer Therapie wird natürlich kein Wort nach Außen getragen und auch ihr müsst euren Verwanden/Bekannten/Freunden nichts davon sagen, wenn ihr nicht wollt.Ihr macht das für EUCH und seid niemandem eine Erklärung schuldig (wenn ihr nen Zahnarzttermin habt, erklärt ihr ja auch niemandem wieso oder denkt, dass es eure Schwäche ist, einen abgebrochenen Zahn zu haben).
Hilfe anzunehmen ist KEINE Schwäche, es ist die Stärke, für sich selbst etwas zu tun. Wir sind nicht dazu gemacht, alles alleine schaffen zu müssen 😉
Ich wünsche euch einen gemütlichen 1. Adventsonntag und hab noch nen Musiktipp für euch: "Mach dich groß" von Seelemann 🙏
In den nächsten Einträgen werde ich von meinen Erfahrungen mit Spiritualität, Coachings, Selbsthilfebüchern und -Podcasts erzählen.
Eure FuxiBienchen
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